AGB

Inhaltsübersicht

§ 1 Geltungsbereich

  • Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Hotellerie (im Folgenden „AGBH 2006“) ersetzen die bisherigen ÖHVB in der Fassung vom 23. September 1981.
  • Die AGBH 2006 schließen Sondervereinbarungen nicht aus. Die AGBH 2006 sind gegenüber im Einzelnengetroffenen Vereinbarungen subsidiär.

§ 2  Begriffsdefinitionen

2.1    Begriffsdefinitionen:

„Beherberger“: Ist  eine  natürliche  oder  juristische Person, die Gäste gegen Entgelt beherbergt.

„Gast“: Ist eine natürliche Person, die Beherbergung in Anspruch nimmt. Der Gast ist in der Regel zugleich Vertragspartner. Als Gast gelten auch jene Personen, die mit dem Vertragspartner anreisen (zB Familienmitglieder, Freunde etc).

„Vertragspartner“:  Ist eine natürliche oder juristische Person des In- oder Auslandes, die als Gast oder für einen Gast einen Beherbergungsvertrag abschließt.

„Konsument“ und „Unternehmer“: Die Begriffe sind im Sinne des Konsumentenschutz-gesetzes 1979 idgF zu verstehen.

„Beherbergungsvertrag“: Ist der zwischen dem Beherberger und dem Vertragspartner abgeschlossene Vertrag, dessen Inhalt in der Folge näher geregelt wird.

§ 3 Vertragsabschluss – Anzahlung

  • Der Beherbergungsvertrag kommt durch die Annahme der Bestellung des Ver- tragspartners durch denBeherberger zustande. Elektronische Erklärungen gelten als zugegangen, wenn die Partei, für die siebestimmt sind, diese unter gewöhnlichen Umständen abrufen kann, und der Zugang zu den bekanntgegebenen Ge- schäftszeiten des Beherbergers
  • Der Beherberger ist berechtigt, den Beherbergungsvertrag unter der Bedingung abzuschließen, dass derVertragspartner eine Anzahlung leistet. In diesem Fall ist der Beherberger verpflichtet, vor der Annahmeder schriftlichen oder mündlichen Bestellung des Vertragspartners, den Vertragspartner auf die geforderteAnzah- lung hinzuweisen. Erklärt sich der Vertragspartner mit der Anzahlung (schriftlich oder mündlich)einverstanden, kommt der Beherbergungsvertrag mit Zugang der Einverständniserklärung über dieBezahlung der Anzahlung des Vertragspartners beim Beherberger zust
  • Der Vertragspartner ist verpflichtet, die Anzahlung spätestens 7 Tage (einlan- gend) vor derBeherbergung zu bezahlen. Die Kosten für die Geldtransaktion (zB Überweisungsspesen) trägt derVertragspa Für Kredit- und Debitkarten gelten die jeweiligen Bedingungen der Kartenunternehmen.
  • Die Anzahlung ist eine Teilzahlung auf das vereinbarte Entg

§ 4 Beginn und Ende der Beherbergung

  • Der Vertragspartner hat das Recht, so der Beherberger keine andere Bezugszeit anbietet, die gemietetenRäume ab 14.00 Uhr des vereinbarten Tages („Ankunfts-tag“) zu
  • Wird ein Zimmer erstmalig vor 00 Uhr Früh in Anspruch genommen, so zählt die vorhergegangene Nachtals erste Übernachtung.
  • Die gemieteten Räume sind durch den Vertragspartner am Tag der Abreise bis

10.00 Uhr freizumachen. Der Beherberger ist berechtigt, einen weiteren Tag in Rechnung zu stellen,wenn die gemieteten Räume nicht fristgerecht freigemacht sind.

§ 5 Rücktritt vom Beherbergungsvertrag – Stornogebühr

Rücktritt durch den Beherberger

  • Sieht der Beherbergungsvertrag eine Anzahlung vor und wurde die Anzahlung vom Vertragspartner nichtfristgerecht geleistet, kann der Beherberger ohne Nachfrist vom Beherbergungsvertrag zurücktreten.
  • Falls der Gast bis 18.00 Uhr des vereinbarten Ankunftstages nicht erscheint, be- steht keineBeherbergungspflicht, es sei denn, dass ein späterer Ankunftszeit- punkt vereinbart
  • Hat der Vertragspartner eine Anzahlung (siehe 3.3) geleistet, so bleiben dagegen die Räumlichkeiten bisspätestens 12.00 Uhr des dem vereinbarten Ankunftstages folgenden Tag reserviert. Bei Vorauszahlung vonmehr als vier Tagen, endet die Beherbergungspflicht ab 00 Uhr des vierten Tages, wobei derAnkunftstag als erster Tag gerechnet wird, es sei denn, der Gast gibt einen späteren Ankunftstag bekannt.
  • Bis spätestens 3 Monate vor dem vereinbarten Ankunftstag des Vertragspartners kann derBeherbergungsvertrag durch den Beherberger, aus sachlich gerechtfer- tigten Gründen, es sei denn, eswurde etwas anderes vereinbart, durch einseitige Erklärung aufgelöst

Rücktritt durch den Vertragspartner – Stornogebühr

CORONA-BEDINGTE STORNIERUNGEN SIND SELBSTVERSTÄNDLICH KOSTENLOS.
Bitte blieben Sie gesund!

  • Bis spätestens 3 Monate vor dem vereinbarten Ankunftstag des Gastes kann der Beherbergungsvertragohne Entrichtung einer Stornogebühr durch einseitige Er- klärung durch den Vertragspartner aufgelöst
  • Außerhalb des im 5.5. festgelegten Zeitraums ist ein Rücktritt durch einseitige Erklärung desVertragspartners nur unter Entrichtung folgender Stornogebühren möglich:
  • bis 1 Monat vor dem Ankunftstag 40 % vom gesamten Arrangementpreis;
  • bis 1 Woche vor dem Ankunftstag 70 % vom gesamten Arrangementpreis;
  • in der letzten Woche vor dem Ankunftstag 90 % vom gesamten Arrangementpreis.

bis 3 Monate

3 Monate bis 1 Monat

1 Monat bis 1 Woche

In der letzten Woche

keine Stornoge- bühren

40 %

70 %

90 %

Behinderungen der Anreise

  • Kann der Vertragspartner am Tag der Anreise nicht im Beherbergungsbetrieb erscheinen, weil durchunvorhersehbare außergewöhnliche Umstände (zB extre- mer Schneefall, Hochwasser, Pandemie etc)sämtliche Anreisemöglichkeiten unmöglich sind, ist der Vertragspartner nicht verpflichtet, das vereinbarteEntgelt für die Tage der Anreise zu
  • Die Entgeltzahlungspflicht für den gebuchten Aufenthalt lebt ab Anreisemög- lichkeit wieder auf, wenndie Anreise innerhalb von drei Tagen wieder möglich wird.

§ 6 Beistellung einer Ersatzunterkunft

  • Der Beherberger kann dem Vertragspartner bzw den Gästen eine adäquate Er- satzunterkunft (gleicherQualität) zur Verfügung stellen, wenn dies dem Ver- tragspartner zumutbar ist, besonders wenn dieAbweichung geringfügig und sachlich gerechtfertigt
  • Eine sachliche Rechtfertigung ist beispielsweise dann gegeben, wenn der Raum (die Räume) unbenutzbargeworden ist (sind), bereits einquartierte Gäste ihren Aufenthalt verlängern, eine Überbuchung vorliegtoder sonstige wichtige betrieb- liche Maßnahmen diesen Schritt
  • Allfällige Mehraufwendungen für das Ersatzquartier gehen auf Kosten des Be- herbergers.

§ 7 Rechte des Vertragspartners

7.1    Durch den Abschluss eines Beherbergungsvertrages erwirbt der Vertragspartner das Recht auf denüblichen Gebrauch der gemieteten Räume, der Einrichtungen des Beherbergungsbetriebes, die üblicherWeise und ohne besondere Bedingungen den Gästen zur Benützung zugänglich sind, und auf die üblicheBedienung. Der Vertragspartner hat seine Rechte gemäß allfälligen Hotel- und/oder Gäste- richtlinien(Hausordnung) auszuüben.

§ 8 Pflichten des Vertragspartners

  • Der Vertragspartner ist verpflichtet, spätestens zum Zeitpunkt der Abreise das vereinbarte Entgeltzuzüglich etwaiger Mehrbeträge, die auf Grund gesonderter Leistungsinanspruchnahme durch ihnund/oder die ihn begleitenden Gästen ent- standen sind zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer zu
  • Der Beherberger ist nicht verpflichtet, Fremdwährungen zu akzeptieren. Akzep- tiert der BeherbergerFremdwährungen, werden diese nach Tunlichkeit zum Ta- geskurs in Zahlung genommen. Sollte derBeherberger Fremdwährungen oder bargeldlose Zahlungsmittel akzeptieren, so trägt der Vertragspartneralle damit zusammenhängenden Kosten, etwa Erkundigungen bei Kreditkartenunterneh- mungen,Telegramme,
  • Der Vertragspartner haftet dem Beherberger gegenüber für jeden Schaden, den er oder der Gast odersonstige Personen, die mit Wissen oder Willen des Vertrags- partners Leistungen des Beherbergersentgegennehmen, verursache

§ 9 Rechte des Beherbergers

  • Verweigert der Vertragspartner die Bezahlung des bedungenen Entgelts oder ist er damit im Rückstand, sosteht dem Beherberger das gesetzliche Zurückbehal- tungsrecht gemäß 970c ABGB sowie dasgesetzliche Pfandrecht gem § 1101 ABGB an den vom Vertragspartner bzw dem vom Gast eingebrachtenSachen zu. Dieses Zurückbehaltungs- oder Pfandrecht steht dem Beherberger weiters zur Sicherung seinerForderung aus dem Beherbergungsvertrag, insbesondere für Verpflegung, sonstiger Auslagen, die für denVertragspartner gemacht wurden und für allfällige Ersatzansprüche jeglicher Art zu.
  • Wird das Service im Zimmer des Vertragspartners oder zu außergewöhnlichen Tageszeiten (nach 00Uhr und vor 6.00 Uhr) verlangt, so ist der Beherberger berechtigt, dafür ein Sonderentgelt zu verlangen.Dieses Sonderentgelt ist jedoch auf der Zimmerpreistafel auszuzeichnen. Der Beherberger kann dieseLeistungen aus betrieblichen Gründen auch ablehnen.
  • Dem Beherberger steht das Recht auf jederzeitige Abrechnung bzw Zwischenab- rechung seiner Leistung

§ 10 Pflichten des Beherbergers

  • Der Beherberger ist verpflichtet, die vereinbarten Leistungen in einem seinem Standard entsprechendenUmfang zu erbrin
  • Auszeichnungspflichtige Sonderleistungen des Beherbergers, die nicht im Beher- bergungsentgelt inbegriffensind, sind beispielhaft:
  1. Sonderleistungen der Beherbergung, die gesondert in Rechnung gestellt werden können, wie dieBereitstellung von Salons, Sauna, Hallenbad, Schwimmbad, Solarium, Garagierung usw;
  2. für die Bereitstellung von Zusatz- bzw Kinderbetten wird ein ermäßigter Preis

§ 11 Haftung des Beherbergers für Schäden an eingebrachten Sachen

  • Der Beherberger haftet gemäß § 970 ff ABGB für die vom Vertragspartner ein- gebrachten Sachen. DieHaftung des Beherbergers ist nur dann gegeben, wenn die Sachen dem Beherberger oder den vomBeherberger befugten Leuten übergeben oder an einen von diesen angewiesenen oder hiezu bestimmtenOrt gebracht worden sind. Sofern dem Beherberger der Beweis nicht gelingt, haftet der Beherberger fürsein eigenes Verschulden oder das Verschulden seiner Leute sowie der aus- und eingehende Personen. DerBeherberger haftet gemäß § 970 Abs 1 ABGB höchstens bis zu dem im Bundesgesetz vom 16. November1921 über die Haftung der Gastwirte und anderer Unternehmer in der jeweils geltenden Fassungfestgesetzten Betrag. Kommt der Vertragspartner oder der Gast der Aufforderung des Beherbergers, seineSachen an einem besonderen Aufbewahrungsort zu hinterlegen nicht unverzüglich nach, ist derBeherberger aus jeglicher Haftung befreit. Die Höhe einer allfälligen Haftung des Beherbergers istmaximal mit der Haftpflichtversicherungssumme des jeweiligen Beherbergers begrenzt. Ein Verschuldendes Vertragspartners oder Gastes ist zu berücksichtigen.
  • Die Haftung des Beherbergers ist für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Ist der Vertragspartner einUnternehmer wird die Haftung auch für grobe Fahrlässigkeit  ausgeschlossen. In diesem Fall trägt derVertragspartner die Beweislast für das Vorliegen des Verschuldens. Folgeschäden oder indirekte Schädensowie entgangene Gewinne werden keinesfalls
  • Für Kostbarkeiten, Geld und Wertpapiere haftet der Beherberger nur bis zum Betrag von derzeit € 550,–. Der Beherberger haftet für einen darüber hinausgehenden Schaden nur in dem Fall, dass er diese Sachen in Kenntnis ihrer Beschaffenheit zur Aufbewahrung übernommen hat oder in dem Fall, dass der Schaden von ihm selbst oder einen seiner Leute verschuldet wurde. Die Haftungsbeschränkung gemäß 12.1 und 12.2 gilt sinngemäß.
  • Die Verwahrung von Kostbarkeiten, Geld und Wertpapieren kann der Beherberger ablehnen, wenn es sichum wesentlich wertvollere Gegenstände handelt, als Gäste des betreffenden Beherbergungsbetriebesgewöhnlich in Verwahrung ge
  • In jedem Fall der übernommenen Aufbewahrung ist die Haftung ausgeschlossen, wenn der Vertragspartnerund/oder Gast den eingetretenen Schaden ab Kenntnis nicht unverzüglich dem Beherberger anzeigt.Überdies sind diese Ansprüche in- nerhalb von drei Jahren ab Kenntnis oder möglicher Kenntnis durchden Ver- tragspartner bzw Gast gerichtlich geltend zu machen; sonst ist das Recht erlo- schen.

§ 12 Haftungsbeschränkungen

  • Ist der Vertragspartner ein Konsument, wird die Haftung des Beherbergers für leichte Fahrlässigkeit, mit Ausnahme von Personenschäden,
  • Ist der Vertragspartner ein Unternehmer, wird die Haftung des Beherbergers für leichte und grobeFahrlässigkeit ausgeschlossen. In diesem Fall trägt der Ver- tragspartner die Beweislast für dasVorliegen des Verschulde Folgeschäden, immaterielle Schäden oder indirekte Schäden sowie entgangeneGewinne werden nicht ersetzt. Der zu ersetzende Schaden findet in jedem Fall seine Grenze in der Höhedes Vertrauensinteresses.

§ 13 Tierhaltung

  • Tiere dürfen nur nach vorheriger Zustimmung des Beherbergers und allenfalls gegen eine besondereVergütung in den Beherbergungsbetrieb gebracht
  • Der Vertragspartner, der ein Tier mitnimmt, ist verpflichtet, dieses Tier während seines Aufenthaltesordnungsgemäß zu verwahren bzw zu beaufsichtigen oder dieses auf seine Kosten durch geeignete Dritteverwahren bzw beaufsichtigen zu lassen.
  • Der Vertragspartner bzw Gast, der ein Tier mitnimmt, hat über eine entsprechende  Tier-Haftpflichtversicherung bzw eine Privat-Haftpflichtversicherung, die auch mögliche durch Tiereverursachte Schäden deckt, zu verfügen. Der Nachweis der entsprechenden Versicherung ist über Aufforderung des Beherbergers zu erbringe
  • Der Vertragspartner bzw sein Versicherer haften dem Beherberger gegenüber zur ungeteilten Hand für denSchaden, den mitgebrachte Tiere anrichten. Der Scha- den umfasst insbesondere auch jeneErsatzleistungen des Beherbergers, die der Beherberger gegenüber Dritten zu erbringen
  • In den Salons, Gesellschafts-, Restauranträumen und Wellnessbereichen dürfen sich Tiere nicht

§ 14 Verlängerung der Beherbergung

  • Der Vertragspartner hat keinen Anspruch darauf, dass sein Aufenthalt verlängert wird. Kündigt derVertragspartner seinen Wunsch auf Verlängerung des Aufenthalts rechtzeitig an, so kann der Beherbergerder Verlängerung des Beherber- gungsvertrages zustimmen. Den Beherberger trifft dazu keine
  • Kann der Vertragspartner am Tag der Abreise den Beherbergungsbetrieb nicht verlassen, weil durchunvorhersehbare außergewöhnliche Umstände (zB extremer Schneefall, Hochwasser etc) sämtlicheAbreisemöglichkeiten gesperrt oder nicht benutzbar sind, so wird der Beherbergungsvertrag für die Dauerder Unmöglichkeit der Abreise automatisch verlängert. Eine Reduktion des Entgelts für diese Zeit istallenfalls nur dann möglich, wenn der Vertragspartner die angebotenen Leistungen des Beherbergungsbetriebes infolge der außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse nicht zur Gänze nutzenka Der Beherberger ist berechtigt mindestens jenes Entgelt zu begehren, das dem gewöhnlichverrechneten Preis in der Nebensaison entspricht.

§ 15 Beendigung des Beherbergungsvertrages – Vorzeitige Auflösung

  • Wurde der Beherbergungsvertrag auf bestimmte Zeit abgeschlossen, so endet er mit
  • Reist der Vertragspartner vorzeitig ab, so ist der Beherberger berechtigt, das volle vereinbarte Entgelt zuverlange Der Beherberger wird in Abzug bringen, was er sich infolge der Nichtinanspruchnahme seinesLeistungsangebots erspart oder was er durch anderweitige Vermietung der bestellten Räume erhaltenhat. Eine Ersparnis liegt nur dann vor, wenn der Beherbergungsbetrieb im Zeitpunkt der Nichtinanspruchnahme der vom Gast bestellten Räumlichkeiten vollständig aus- gelastet ist und dieRäumlichkeit auf Grund der Stornierung des Vertragspartners an weitere Gäste vermietet werden kann. DieBeweislast der Ersparnis trägt der Vertragspartner.
  • Durch den Tod eines Gastes endet der Vertrag mit dem
  • Wurde der Beherbergungsvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, so können die Vertragsparteien denVertrag, bis 00 Uhr des dritten Tages vor dem beab- sichtigten Vertragsende, auflösen.
  • Der Beherberger ist berechtigt, den Beherbergungsvertrag mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grundaufzulösen, insbesondere wenn der Vertragspartner bzw der Gast
  1. von den Räumlichkeiten einen erheblich nachteiligen Gebrauch macht oder durch sein rücksichtsloses,anstößiges oder sonst grob ungehöriges Verhalten den übrigen Gästen, dem Eigentümer, dessen Leuteoder den im Beher- bergungsbetrieb wohnenden Dritten gegenüber das Zusammenwohnen ver- leidet oder sich gegenüber diesen Personen einer mit Strafe bedrohten Hand- lung gegen das Eigentum, dieSittlichkeit oder die körperliche Sicherheit schuldig macht;
  2. von einer ansteckenden Krankheit oder eine Krankheit, die über die Beher- bergungsdauerhinausgeht, befallen wird oder sonst pflegedürftig wird;
  3. die vorgelegten Rechnungen bei Fälligkeit innerhalb einer zumutbar gesetzten Frist (3 Tage) nicht
  • Wenn die Vertragserfüllung durch ein als höhere Gewalt zu wertendes Ereignis (zB Elementarereignisse,Streik, Aussperrung, behördliche Verfügungen etc) unmöglich wird, kann der Beherberger denBeherbergungsvertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist auflösen, sofern der Vertrag nichtbereits nach dem Gesetz als aufgelöst gilt, oder der Beherberger von seiner Beherbergungspflicht befreitist. Etwaige Ansprüche auf Schadenersatz etc des Vertragspartners sind ausg

§ 16 Erkrankung oder Tod des Gastes

  • Erkrankt ein Gast während seines Aufenthaltes im Beherbergungsbetrieb, so wird der Beherberger überWunsch des Gastes für ärztliche Betreuung sorgen. Ist Gefahr in Verzug, wird der Beherberger die ärztlicheBetreuung auch ohne besonderen Wunsch des Gastes veranlassen, dies insbesondere dann, wenn diesnotwendig ist und der Gast hiezu selbst nicht in der Lage
  • Solange der Gast nicht in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen oder die Ange- hörigen des Gastes nichtkontaktiert werden können, wird der Beherberger auf Kosten des Gasten für ärztliche Behandlungsorgen. Der Umfang dieser Sorge- maßnahmen endet jedoch in dem Zeitpunkt, in dem der GastEntscheidungen treffen kann oder die Angehörigen vom Krankheitsfall benachrichtigt worden
  • Der Beherberger hat gegenüber dem Vertragspartner und dem Gast oder bei To- desfall gegen derenRechtsnachfolger insbesondere für folgende Kosten Ersatz- ansprüche:
  1. offene Arztkosten, Kosten für Krankentransport, Medikamente und Heilbe- helfe
  2. notwendig gewordene Raumdesinfektion,
  3. unbrauchbar gewordene Wäsche, Bettwäsche und Betteinrichtung, anderen- falls für die Desinfektionoder gründliche Reinigung all dieser Gegenstände,
  4. Wiederherstellung von Wänden, Einrichtungsgegenständen, Teppichen usw, soweit diese imZusammenhang mit der Erkrankung oder den Todesfall ver- unreinigt oder beschädigt wurden,
  5. Zimmermiete, soweit die Räumlichkeit vom Gast in Anspruch genommen wurde, zuzüglich allfälligerTage der Unverwendbarkeit der Räume wegen Desinfektion, Räumung o. ä,
  6. allfällige sonstige Schäden, die dem Beherberger

§ 17 Erfüllungsort, Gerichtsstand und Rechtswahl

  • Erfüllungsort ist der Ort, an dem der Beherbergungsbetrieb gelegen
  • Dieser Vertrag unterliegt österreichischem formellen und materiellen Recht unter Ausschluss der Regelndes Internationalen Privatrechts (insb IPRG und EVÜ) sowie UN-
  • Ausschließlicher Gerichtsstand ist im zweiseitigen Unternehmergeschäft der Sitz des Beherbergers, wobeider Beherberger überdies berechtigt ist, seine Rechte auch bei jedem anderem örtlichem und sachlichzuständigem Gericht geltend zu machen.
  • Wurde der Beherbergungsvertrag mit einem Vertragspartner, der Verbraucher ist und seinen Wohnsitz bzwgewöhnlichen Aufenthalt in Österreich hat, geschlossen, können Klagen gegen den Verbraucherausschließlich am Wohnsitz, am ge- wöhnlichen Aufenthaltsort oder am Beschäftigungsort desVerbrauchers einge- bracht
  • Wurde der Beherbergungsvertrag mit einem Vertragspartner, der Verbraucher ist und seinen Wohnsitz ineinem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (mit Ausnahme Österreichs), Island, Norwegen oder derSchweiz, hat, ist das für den Wohnsitz des Verbrauchers für Klagen gegen den Verbraucher örtlich undsachlich zuständige Gericht ausschließlich zuständig.

§ 18 Sonstiges

  • Sofern die obigen Bestimmungen nichts Besonderes vorsehen, beginnt der Lauf einer Frist mit Zustellungdes die Frist anordnenden Schriftstückes an die Ver- tragspartner, welche die Frist zu wahren hat. BeiBerechnung einer Frist, welche nach Tagen bestimmt ist, wird der Tag nicht mitgerechnet, in welchen derZeit- punkt oder die Ereignung fällt, nach der sich der Anfang der Frist richten Nach Wochen oderMonaten bestimmte Fristen beziehen sich auf denjenigen Tage der Woche oder des Monates, welcher durchseine Benennung oder Zahl dem Tage entspricht, von welchem die Frist zu zählen ist. Fehlt dieser Tagin dem Monat, ist der in diesem Monat letzte Tag maßgeblich.
  • Erklärungen müssen dem jeweils anderen Vertragspartner am letzten Tag der Frist (24 Uhr) zugegangen
  • Der Beherberger ist berechtigt, gegen Forderung des Vertragspartners mit eigenen Forderungenaufz Der Vertragspartner ist nicht berechtigt mit eigenen Forderungen gegen Forderungen desBeherbergers aufzurechnen, es sei denn, der Beherberger ist zahlungsunfähig oder die Forderung desVertragspartners ist gerichtlich festgestellt oder vom Beherberger anerkannt.
  • Im Falle von Regelungslücken gelten die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen.

Stand 22.09.2021